Unser neues zuhause


F e r d i n a n d :

10 Jahre alt, Herkunft unbekannt, Basset Hound/Basset Artésien Normand-Mix, eine "britisch-französische Koproduktion" mit schönen dicken, weißen Basset Hound-Pfoten, Wohnsitz zuletzt in Butjadingen bei einem Ehepaar, wo Ferdinand und sein Kumpel Einstein (Basset Hound) ein gutes Zuhause hatten. Nach Herrchens Krebstod erkrankte auch Frauchen, sterbenskrank bat sie im Sommer 2015 "Basset in Not" um Vermittlung beider Hunde als Einzelhunde, weil Ferdinand seinen großen "Bruder" Einstein ständig drangsalierte. Beide wurden von uns abgeholt und kamen kurz zu Pflegeeltern in Bad Dürkheim. 

Im August 2015 adoptierte Ferdinand Frau Heidi Bartscherer in Siegen und zog bei ihr ein. Für ihn hat sich nun ein Lebenstraum erfüllt mit einem Frauchen ganz für sich allein. Ferdinand ist absolut "Upper Class", dabei topfit, fröhlich und springlebendig, Liebling aller Nachbarn und sieht so gut aus, dass man sich ständig fragt:

"Ferdinand, wo ist dein Jungbrunnen??“



W o t a n (ehem. Snoopy) :                                         
- Die irre Geschichte seiner Rettung -
Lebensweg: Aus einer ungarischen Zuchtanstalt in eine Mietnomaden-Familie bei Athen, die Snoopy im Alter von 5 Jahren mutterseelenallein im Haus zurück-ließ. Filippos, der Hausbesitzer, fand den völlig ver-störten Snoopy und kümmerte sich um ihn. Tierfreund Filippos rettet arme Straßenkatzen in Athen und wollte Snoopy eigentlich behalten, aber dessen Hass auf alle Miezen machte ein Zusammen-leben ganz unmöglich. 
Der uns damals völlig fremde Filippos wandte sich am Abend des 17.04.2011 an den BHC-Tierschutz, bat per Telefon um Hilfe. Wir handelten schnell, am 20.4.2011 flog Markus Rech nach Athen, um Snoopy abzuholen. Ann, eine Amerikanerin in Athen und Freundin von Filippos, der an jenem Tag beruflich nach Kreta musste, sollte Snoopy zum Flughafen bringen. Am vereinbarten Treffpunkt fand Markus jedoch weder den Hund noch Ann. Waren wir etwa von einem Unbekannten gelinkt worden??
Nein, Ann, im Stau steckengeblieben, kam schließlich im Laufschritt mit Snoopy und einer Flugbox. Beim Einchecken das nächste Problem: die Box war zu klein, die Lufthansa weigerte sich, eine größere musste herbei, Ann raste nach Athen, um eine passende zu kaufen. Oder wollte sie sich schnell verdrücken?? Wieder nein, Ann kam mit der Box zurück, die Markus schnell im Terminal zusammenbaute, der Rückflug war gebucht. 
Nächstes Problem beim Einchecken: Snoopys Transport war noch nicht bezahlt, die Maestro-Card von Markus wurde nicht akzeptiert - alle anderen ja, nur nicht Maestro. Wieder bezahlte Ann, und alles, was ihr nach Markus` Abflug blieb, war das Versprechen eines Fremden, das Geld für Box und Flug zurückzuzahlen. Am Abend Landung in Frankfurt und Heimfahrt nach Bad Dürkheim, wo Snoopy die nächsten Wochen lebte. 
Snoopy, groß, stark und stur, ein echtes Mannsbild von Basset Hound und ein Killer, wenn er Katzen trifft, brauchte einen Menschen mit viel Erfahrung. Den fanden wir bald, Snoopy wurde im Mai 2011 von Winfried Mädger (Windy) aufgenommen, Kunstmaler und Fotograf im „Ländle“ an der Grenze zur Schweiz. Windy lebt seit Jahrzehnten mit Basset Hounds zu- sammen, immer Rüden, alle hießen Wotan. So wurde Snoopy zu Wotan und hat ein liebe-volles Herrchen, das die Marotten dieses Rüden toleriert. Zwei echte Individualisten, die sich gefunden haben und die niemand trennen kann.
Und Filippos? Er ist ein guter Freund geworden - wenn wir von Wotan sprechen, sagt er immer: „Crazy story and wonderful happy end!“


P l a t o n :

Basset Hound-Rüde, geboren in einer ungarischen Massenzucht, viel zu früh von Mutter und Wurfge-schwistern getrennt, illegal nach Athen gekarrt, im Alter von sieben Wochen aus dem Schaufenster eines Zoo-geschäfts an eine Dame aus Neo Ionia verkauft und von ihr als Maskottchen gehalten. Bald als „Problemhund“ abgehakt, folgten für Platon Einzelhaft im Käfig, später auf dem Balkon. Im Alter von sechs Monaten halbver-hungert von unserem Freund Filippos gerettet und nach Deutschland ausgeflogen. Platon hat trotz seiner schlimmen Vorgeschichte einen starken, liebenswerten Charakter bewahrt und lebt seit Dezember 2011 glücklich und zufrieden als Familienhund in Siegen-Gosenbach.



S h e r l o c k :                                                       
Die Geschichte von Sherlock ist eine ganz besondere. Ein Adventsmärchen.
Belgische Tierschützer hatten den Basset Hound-Rüden in schrecklich verwahrlostem Zustand aus einer Tötungsstation gerettet und im Tierheim untergebracht. Sein fortgeschrittenes Alter machte den Hund zum Problemfall in der Vermittlung, die Belgier baten "Basset in Not" um Hilfe. Sherlocks Vorleben wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben, doch vieles im Verhalten des Rüden sprach dafür, dass er wohl einige Zeit auf der Straße leben musste.
Im Advent 2011 wurde Sherlocks trauriges Schicksal auf www.basset-in-not.de veröffentlicht und von Daniela und Helmut Peter gelesen. Sie fackelten nicht lange, vereinbarten einen Termin im belgischen Tierheim und machten sich mit ihren beiden Basset Hound-Rüden Brakelmann und Barnaby auf den langen Weg vom Chiemgau nach Belgien. Nachdem klar war, dass die Chemie zwischen allen drei Rüden stimmte, trat man am darauf folgenden Tag die Heimreise an.
Im Sommer 2012 folgte der Umzug nach Schleswig Holstein, wo Sherlock mit seinen "Brüdern" in einem wunderschön restaurierten Anwesen das Landleben genießt. Er ist für sein Alter von ca. 13 Jahren noch fit - ein fröhlicher Hund, der zusammen mit seinen Brüdern alle Liebe, Fürsorge und Zuneigung bekommt, die Hunde sich nur wünschen können.
 


Ma x (ehem. Einstein) :                                                           
(auf dem Foto vorne mit seiner Freundin Bessie)
Einstein stammt aus einer Zucht im Basset Hound Club und kam als Welpe zu einem Ehepaar in Butjadingen. Er hatte einen guten Start ins Leben, wurde geliebt und umsorgt und wuchs heran zu einem gesunden kräftigen Basset Hound-Rüden. Irgendwann kam Ferdi-nand in die Familie, ein Basset Hound/ Basset Artésien Normand-Mix. Kleiner, schmächtiger und sechs Monate jünger als der statt-liche Einstein, aber an Selbstbewusstsein und Frechheit kaum zu überbieten. Schnell hatte Ferdinand das Kommando übernommen und machte den gutmütigen Einstein zum Knecht. Der fügte sich in sein Schicksal.  
Die Jahre vergingen, Herrchen starb an 
Krebs, und als Frauchen 2015 ins Hospiz 
musste, bat sie "Basset in Not/BHC 
e.V." um Übernahme ihrer beiden „Jungs“. Wir holten die neun-jährigen Rüden in Butjadingen ab und vermittelten sie, dem letzten Willen ihres Frauchens zufolge, als Einzelhunde. 
Ferdinand, -siehe oben-, wohnt jetzt bei Frau Heidi Bartscherer in Siegen. Einstein kam nach Stuttgart zu Familie Preissing und heißt nun Max. Zusammen mit der Basset Hound-Hündin Bessie ist der liebe Max nun glücklich und Ferdinand der Schreckliche in weiter Ferne. 
Ende gut, alles gut: Ferdinand, Max und Bessie - mögen sie noch lange leben!


C a r l o s :                                                                          
Im September 2011 wurde Basset in Not/BHC e.V. über einen Basset Hound-Rüden informiert, der in Südspanien von deutschen Tierschützerinnen gerettet wurde. Geschätzte elf bis dreizehn Jahre alt, Herkunft und Vorleben unbekannt. Wir wissen nur, dass der Rüde nach dem Tod seines Herrchens ein trauriges Dasein fristete bei Verwandten, die den Hund gar nicht haben wollten. 
Vor seinen Retterinnen stand ein namenloses, stinkendes, ver-drecktes Häufchen Elend, das mit dem Leben eigentlich schon abgeschlossen hatte, mit überlangen Krallen, dicken, entzündeten Liegeschwielen, halbtaub und halbblind, beinahe unbeweglich wegen starker Arthrose und mit einem Hodensack, der bis zum Boden hing. Aber unvergleichlich würdevoll in all seinem Elend. Der alte Rüde wurde „Mofli“ genannt und zu einem Tierarzt gebracht. Unter Vollnarkose wurden dort die Ohren ge-säubert, Krallen geschnitten und die verfaulten Zähne gezogen. Bassset in Not /BHC e.V. entschied, den Rüden zu übernehmen, und bald meldete sich eine ältere Dame mit einem Anwesen am Starnberger See, die Mofli haben wollte.
Mit seiner Retterin Susanne Schimcke flog Mofli nach Deutschland und kam in eine Pflege-stelle bei München, wo er kastriert wurde, danach die Diagnose Hodenkrebs. Zur gleichen Zeit stellte man bei der Dame am Starnberger See Knochenkrebs fest, Mofli landete wieder in unserer Vermittlung. Doch niemand interessierte sich für ihn. 
Am 02.10.2011 übernahmen wir den Rüden, nannten ihn Carlos und wollten ihm noch ein paar schöne Wochen gönnen. Carlos fühlte sich sofort bei uns zu Hause, mit Artus und Niki kam er klar und wurde wieder ziemlich fit. Als Seniorchef akzeptierte Carlos auch den jungen „Griechen“ Platon, der Ende Dezember 2011 zu uns kam.  
Aus ein paar schönen Wochen wurden für Carlos am Ende noch zwei Jahre. Im März 2013 musste Prof. Dr. med. vet. Matthias Schneider (Kardiologe/Uniklinik Giessen) Carlos einen Herzschrittmacher implantieren, und auch diese Not-OP überstand unser tapferer Held mit Bravour. Carlos konnte noch einen wunderschönen Sommer 2013 genießen, im Herbst kehrte dann der Krebs zurück.
Am 17.10.2013 mussten wir endgültig Abschied nehmen von unserem geliebten Carlos, der in Spanien durch die Hölle ging. Wir lieben und betrauern ihn noch heute und denken oft an die schöne Zeit mit ihm. Carlos wird immer bei uns sein.  
Barbara und Burkhard Seibel.


C h a r l o t t e :

Zusammen mit einer anderen Basset Hound-Hündin kam die alte Charlotte Anfang 2012 in eine französische Tötungsstation. Das Tierheim Landau/Pfalz rettete die beiden und nahm sie auf. Die andere Hündin konnte schnell vermittelt werden, aber Charlotte wollte niemand haben. 
Basset in Not informierte Frau Ortrud Keitel in Ostfries-land, die immer und immer wieder arme Tiere aufnimmt und behält. So wurde die alte Charlotte in einer Rech/
Seibel-Aktion vom Tierheim Landau nach Norden be-fördert, Frau Keitel kam bis Ochtrup entgegen.
Charlotte, zart und zierlich, hatte eine gebrochene Seele, die leider nicht mehr geheilt werden konnte. Panische Ängste bestimmten Charlottes Leben: Angst vor anderen Hunden, vor Berührungen, vor dem Halsband, Panik beim Tierarzt, wo sie jedesmal „durchdrehte“.
Im Laufe der Zeit brachte Ortrud es fertig, die Hündin an sich zu gewöhnen und ein gewisses Vertrauen aufzubauen. Aber an Streicheleinheiten, die andere Hunde genießen, musste Charlotte sich erst einmal gewöhnen. Körperpflege (Zähne und Ohren säubern, auch Nägel schneiden) war nur in Narkose beim Tierarzt möglich. Unter den Hunden im Hause Keitel blieb Charlotte lieber für sich. Richtig glücklich war sie bei Spaziergängen mit Frauchen, wenn sie ohne Leine laufen durfte. Gegen Arthrose bekam die Hündin ständig Schmerz-mittel, die sie gut vertrug. Mehrere körperliche Beschwerden ließen die Tierärztin vermuten, dass Charlotte in Frankreich draußen leben musste. Wahrscheinlich unter Umständen, die man sich lieber nicht vorstellen möchte.
Anfang November 2015 verweigerte Charlotte Ihr Futter und auch alle anderen Lecker-bissen. Sie konnte nichts mehr trinken und magerte stark ab. Eine Geschwulst im Bauch und Lymphdrüsenschwellungen ließen nichts Gutes ahnen. Am 27.11.2015 musste Ortrud auf-geben und ihre fast 16 Jahre alte Charlotte in Frieden gehen lassen. Nach gemeinsamen 3 Jahren und 8 Monaten.


R u d i :

Barclay, der Basset Hound von Familie Gellersen in Buchholz, war gestorben, und es sollte wieder ein Hund ins Haus. Ein Basset Hound aus dem Tierschutz. 
Doch die Suche erwies sich als schwierig, und erst nach mehreren Wochen fand man einen Rüden in Essen, der (aus-gesetzt gefunden) vom dortigen Tierheim aufgenommen worden war. Rüdiger, geschätzte drei Jahre alt. Die Gellersens freuten sich, riefen im Tierheim an und baten um Fotos von dem Rüden. Immer wieder und wieder, doch nichts geschah. Keine Rück-meldung. Schließlich gab die Familie auf und suchte weiter. Frau Gisela Sickbert, die da-malige Beauftragte für den Tierschutz im BHC, hatte Rüdiger in Essen auch gefunden, informierte Familie Gellersen und erfuhr von deren vergeblichen Bemühungen. Daraufhin nahm Gisela Kontakt zum Tierheim auf und ließ nicht locker. Sie war die Wegbereiterin für Rudis neues Leben. Bereits nach kurzer Zeit erhielt die Familie Fotos von Rüdiger, und machte sich am 16. November 2002 auf den Weg nach Essen. 
Die Heimfahrt war eine Katastrophe, denn Rüdiger, der jetzt Rudi hieß, versuchte während der gesamten Fahrt, aus dem Auto auszubrechen. Sein lautes Jammern zerrte an den Nerven. Autofahrten (unter 120 km/h) waren und blieben für Rudi der reinste Horror – hatte man ihn evtl. aus einem Auto heraus „entsorgt“? Von der Lebensgeschichte des Rüden vor der Tierheimzeit weiß man leider gar nichts. 
Im neuen Zuhause lebte Rudi sich schnell ein. Von seiner Familie geliebt und umsorgt, hatte er nun ein richtig schönes Hundeleben. Sehr wahrscheinlich war Rudi bei der Übernahme viel jünger als geschätzte drei Jahre, denn der Rüde wurde noch groß und stark. Ein richtiger Sonnenschein, freundlich zu allen Menschen und Hunden und immer für Über-raschungen gut. Kauknochen vergrub er gerne im Blumentopf. Rudi wusste aber auch, dass er ein Basset Hound war und machte manchen Spaziergang zum privaten Jagdausflug. An seinem wunderbaren Spurlaut konnte der Rest der Familie sich dann orientieren.
Rudi wurde leider nicht sehr alt. Im Juli 2009 starb er an einem Lebertumor, und die Trauer um ihn war groß. Familie Gellersen hat ihn, wie auch seine beiden Vorgänger, sehr geliebt. 
Es bleibt die Erinnerung an einen wunderbaren Freund - Rudi hat seine Spuren in den Herzen hinterlassen.


M a x :                                                                       
Der zehn Jahre alte Max wurde am 22.06.2012 von seiner Familie bei ebay Kleinanzeigen für 100,- Euro zum Kauf angeboten. Der Rüde sollte in seinem da-maligen Heimatort Zerbst abgeholt werden. Mit-glieder des BHC informierten „Basset in Not“.
In einem Telefongespräch mit dem damaligen Besitzer wurde der Kaufpreis von Max auf 50,- Euro halbiert. Geld gegen Hund, bar auf die Hand - man hörte kein Bedauern, kein Gefühl. Zehn Jahre lang war der Mann mit Max zu-sammen.
Unser Vorsitzender informierte Michaela Katzer über den Notfall. Schon am nächsten Tag fuhr Michaela die Strecke Bergheim – Zerbst hin und zurück und nahm den alten Rüden vorläufig auf. Max wurde von einer be-freundeten Tierärztin untersucht und für gesund be-funden. Da Max auch sonst keine „Macken“ hatte, kann man kaum glauben, dass er ganze vier Monate auf seine neue Familie warten musste. Aber bei Michaela und ihren Hunden ging es ihm erst einmal richtig gut.
Dann zog Max zu Familie Roßdeutscher. Vater, Mutter, Sohn, Oma und - Haushuhn Wanda, mit dem Max innige Freundschaft schloss. Alles, was ein Basset Hound zum Leben braucht, gibt`s bei Roßdeutschers im Überfluss. Im Rückblick meinte Max:
„Ich habe alles geliebt. Den Stress, die Familienausfahrten, die Spielereien, das Kuscheln und manchmal auch Kritik. Alles habe ich nämlich auch nicht richtig gemacht. Ich habe die letzten Jahre meines Lebens genossen und freue mich, dass sich Herrchen und Frauchen immer wieder für eine Art Mäxchen entscheiden werden. Ich bin sehr geliebt worden und wünsche das meinem Nachfolger auch.“
Max ist am 25. Juli 2014 endgültig eingeschlafen. 
Unser Dank gilt Familie Roßdeutscher und Michaela Katzer.


E m i l i e :                                                                           
In einer Familie bei Münster lebte eine Basset Hound-Hündin. Nein, falsch – nicht in der Familie, sondern draußen auf dem Hof. Was das für einen Basset Hound bedeutet, der am liebsten immer und überall dabei sein möchte, kann man sich ja vor-stellen. Die Hündin kam als Tierschutzhund aus Spanien nach Deutschland, damals fünf Jahre alt. Im Sommer 2015 wollte die Familie ihre mittlerweile neun Jahre alte Hündin abgeben.
Frau Momma wohnt in Minden und hatte (ebenfalls im Sommer 2015) fast zugleich zwei Schicksalsschläge zu verkraften: den Tod des Lebensgefährten und den ihres alten Basset Hound-Rüden Bajou. Letzterer kam von „Basset in Not“, seinen Lebens-weg veröffentlichen wir später.
Frau Momma informierte uns darüber, dass sie ohne Basset Hound nicht leben möchte und war sofort bereit, die Hündin aufzunehmen. Es war traumhaft. 
Kaum in Minden, wurde die Hündin Emilie genannt und mit Liebe überschüttet. Emilie wohnt jetzt in einem schönen alten Fachwerkhaus und nicht davor in einer Hütte. Bei Frau Momma und ihrem Sohn fühlte die Hündin sich sofort zu Hause. Sie hat nun ihren eigenen Sessel und auch sonst alle Annehmlichkeiten, von denen Hunde träumen. Emilie ist ein Mädchen, mit ihrem Charme wickelt sie Frau Momma und ihren Sohn um die Hundepfote. Aber auch andere Leute, denen Emilie in Minden begegnet. Alle haben die Hündin gern, Probleme gibt es überhaupt nicht. 
Frau Momma schreibt: „Eine Hündin zu haben, ist für mich eine ganz neue Erfahrung, wir hatten immer Rüden. Es ist eine sehr schöne Erfahrung, ich habe unser Hundemädchen sehr lieb.“


L o t t a :                                                   
Anfang 2014 wurde Lotta von Tierschützern in Slo-wenien als Streunerin von der Straße geholt und in einem Tierheim untergebracht. Von dort aus ging die Reise weiter nach Österreich zu einem privaten Tier-schutz, wo Lotta erst einmal in eine Pflegestelle auf dem Land kam. Das Alter der Hündin wurde damals auf ca. zwei Jahre geschätzt.
Eine Berliner Familie mit Kleinkind holte Lotta im Frühjahr desselben Jahres von Österreich in ihre Mietwohnung mitten in der Stadt, und das Drama begann. In der Wohnung war die Hündin der ideale Familienhund, aber sobald es hinausging, drehte Lotta völlig durch. Schon im Treppenhaus begann das Geschrei, Lotta schrie und bellte, zerrte wie wild an der Leine. Noch schlimmer wurde es, wenn sie draußen auf der Straße Menschen, Fahrräder, Hunde, Autos sah. Lotta schrie und schrie, bis sie wieder in der Wohnung war. Trotz aller Bemühungen musste die Familie sich schweren Herzens von Lotta trennen. Im Berliner Mietshaus gab es für Lotta keine Zukunft. Die Tier-schützer in Österreich baten uns um Hilfe, Lotta kam vorübergehend zu einer lieben Freundin nach Ostwestfalen. 
Kurz und gut: von Ostwestfalen brachten wir Lotta zu einer Familie nach Sömmerda, die zwar ihr Bestes gab, aber trotzdem nach 14 Tagen kapitulieren musste. Danach wurde die Hündin von Frau Ortrud Keitel in Ostfriesland aufgenommen. Heute, zwei Jahre später, ist aus Lotta ein ganz anderer Hund geworden. Manchmal kommt zwar noch ein „Anflug“ der alten Panikattacken, aber Lotta kann mit Ortrud spazieren gehen. Daheim hat Lotta mit der Basset Hound-Hündin Onia eine gleichaltrige Spielkameradin und kommt gut klar mit den Hundesenioren des Hauses.
Lottas Traumata hatten immer mit der Straße zu tun. Was passierte in Lottas Leben als Straßenhund? Was hatte die Hündin dermaßen traumatisiert? Ist sie von anderen Straßen-hunden überfallen und gebissen worden? Mutmaßungen. Wir wissen es nicht.
Tatsache ist, dass Ortrud mit ihrer Erfahrung und auch mit viel Liebe und Geduld wieder einmal einen fast hoffnungslosen „Fall“ gerettet hat. Lotta ist zu Hause angekommen.


B a j o u :                                                                          
Als Bajou fünf Jahre alt war, kam er aus einem Tierheim zu einem älteren Ehepaar in Hamburg. Bajou wurde ein "Herrchen-hund“.
Nach dem plötzlichen Tod des Ehemannes im Frühjahr 2012 musste Frauchen den Rüden aus gesundheitlichen Gründen (?) abgeben. Da war Bajou zehn Jahre alt. Die Tochter der Frau bat unseren Tierschutz um Hilfe bei der Vermittlung. Ohne uns zu informieren, gab die Tochter Bajou jedoch kurze Zeit später an eine Frau in Zwickau, deren alter Basset Hound-Rüde gestorben war. Doch die beiden wurden nicht glücklich miteinander, Bajou lag immer nur in seinem Körbchen und wollte von der Welt nichts wissen. 
Die Tochter erinnerte sich an „Basset in Not“ und bat erneut um Hilfe. Anfang April 2012 übernahm Frau Heide Utz den Rüden an der Autobahn nahe Erfurt. Bereits auf der Heimfahrt nach Ostwestfalen brachte sie den teilnahmslosen Hund in die Tierklinik Bielefeld, wo er gründlich untersucht und für gesund befunden wurde. Bajou war nicht lebensmüde, sondern nur lahmgelegt durch Herztabletten, die er gar nicht brauchte. Die darauf folgenden Wochen im Hause Utz brachten den Hund wieder auf die Beine und zurück ins Leben.
Im Mai 2012 vermittelte Gisela Sickbert, unsere damalige Beauftragte für den Tierschutz, Bajou an ein nettes Paar in Minden. Bajous neues Frauchen Helga Momma und Heide Utz wurden gute Bekannte.
Vormittage verbrachte Bajou am liebsten in der Küche, seine Leidenschaft waren Kartoffeln. Beim gemütlichen Frühstück am Sonntagmorgen bekam Bajou immer eine Scheibe Brot mit zwei Scheiben Wurst. Das wurde zum Ritual. Seine andere große Leidenschaft waren aus-gedehnte Spaziergänge mit seinem neuen Herrchen. Die beiden waren unzertrennlich und in der ganzen Stadt bekannt.
Im Sommer 2015 starben Bajou und sein geliebtes Herrchen fast zur gleichen Zeit - zwei Seelen, die sich spät gefunden hatten. Und wer weiß: vielleicht können die beiden dort oben über den Wolken ihre Spaziergänge fortsetzen?


B a i l e y :                                                       
Bailey (auf dem Foto links) und Bobby, Wurfgeschwister aus einem 10-er-Wurf, geboren am 29. April 2006. Beide stammen aus einer Zucht im BHC. 
Zuerst Baileys Geschichte (Bobbys Lebenswerg an-schließend:

Ihr Leben war von Anfang an ein gutes. Als Frauchen sich jedoch im Sommer 2014 von ihr trennen musste, kam die Hündin in die Vermittlung von „Basset in Not“. Eine achtjährige, fröhliche und problemlose Hündin.
Zur gleichen Zeit trauerte Familie Roßdeutscher um den lieben Max, der am 25. Juli des-selben Jahres gestorben war. Seine Geschichte finden Sie auch in unseren „Steckbriefen“. Bei Roßdeutschers sollte jedenfalls wieder ein Basset Hound ins Haus, und zwar einer aus unserer Vermittlung. So kam Bailey am 2. August 2014 in die Familie und schloss sich gleich ihrem neuen Herrchen an. Bailey war eine gesellige, verschmuste Hündin und liebte Menschen. Kinder waren ihr Ein und Alles. Sie mochte lange Spaziergänge und freute sich über jeden Hund, der ihr begegnete. Mit Haushuhn Wanda (das Sie ja schon aus Mäxchens Steckbrief kennen) ging Bailey gern auf „Diebestour“ durchs ganze Haus und futterte alles, was sich nur irgendwie erreichen ließ. Genauso wie der gute Max zuvor, alle waren glücklich und zufrieden.
Bailey, der Sonnenschein in der Familie, starb am 30.04.2015 - einen Tag nach ihrem neunten Geburtstag - an einer schlimmen Krankheit. Nach nur knapp neun Monaten bei Roßdeutschers musste die Familie Bailey schweren Herzens gehen lassen.
Sie alle denken noch sehr oft an Bailey und bewahren die schönen Erinnerungen an eine liebe Hündin.


B o b b y :

Baileys Wurfbruder Bobby, gerade neun Jahre alt ge-worden, brauchte ein neues Zuhause und kam in unsere Vermittlung. 
Sofort dachten wir an Familie Roßdeutscher, die zwar sehr um Bailey trauerte, aber ohne Basset Hound nicht leben möchte. So kam Bobby am 2. Mai 2015, nur zwei Tage nach Baileys Tod, in die Familie. Und mit dem Rüden kehrte für Roßdeutschers auch ein Stück von seiner Schwester Bailey zurück. Ein neuer Anfang.
Bobby, der „Big Boss“ der Familie, ist immer sehr würdevoll. Fast ein wenig Eigenbrödler, hält er sich bei anderen Hunden sehr zurück und verteidigt manchmal seine Leute. Im Familienkreis kennt man ihn jedoch ganz anders: äußerst liebevoll, anhänglich und total ver-schmust. Der Sohn der Familie ist sein „Welpe“ und zum Spielen da. Bobbys Charme kennt keine Grenzen, sogar die Tierärztin wickelt er um seine Pfote und lässt alle Prozeduren ge-duldig über sich ergehen. 
Bobbys Leidenschaft ist das Autofahren, und wäre er ein Mensch, dann hätte er schon längst den Führerschein. Er liebt lange Spaziergänge, seinen Platz im Ehebett und Nahrungsmittel. 
Da schreckt er auch vor Diebstahl nicht zurück. Bobby ist ein Beschaffungskrimineller wie seine Schwester Bailey und Haushuhn Wanda, die ihn wohl manchmal vom Himmel aus beobachten. Dann haben beide ganz sicher ihren Spaß…
Von der Familie wird Bobby sehr geliebt, genauso wie seine sechs Vorgänger. Sie alle wurden als alte, teilweise auch behinderte Hunde von Roßdeutschers aufgenommen.
Die Familie schreibt: „Wir würden und werden es immer wieder tun und danken Bobby schon jetzt für all die Liebe und Freude, die er uns gibt.“


D e b b i e :                                                      
Debbie wurde am 06.05.2001 geboren und kam als Welpe zu einer Familie ins Ruhrgebiet. Dort ging es ihr gut. Später bekam Debbie mit der Basset Hound-Hündin Diana eine Gefährtin aus dem Tierschutz. Vater, Mutter, zwei Söhne, Haus und Garten, alles schien ideal – bis Frauchen an Krebs erkrankte. Nach jahrelangem Kampf gegen die Krankheit starb die Frau, und sofort nach ihrem Tod gab der Mann die beiden alten Hündinnen in unsere Vermittlung. 
Debbie elf und Diana dreizehn Jahre alt, wurden von Frau Ortrud Keitel liebevoll aufgenommen. Doch bereits am ersten Tag im neuen Zuhause starb Diana an einer Magendrehung. Der Tierarzt stellte fest, dass Diana mit einer beginnenden Magendrehung abgegeben wurde und nicht mehr zu retten war. Den Tod des geliebten Frauchens, verbunden mit dem Verlust des Zuhauses hatte die alte Hündin vermutlich nicht verkraften können. Dianas plötzlicher Tod war für Ortrud ein furchtbarer Schock.
Die selbstbewusste Debbie behauptete schnell ihren Platz in der neuen Meute, vor allem auch den auf dem Sofa. Kein anderer Hund wagte sich dorthin. Debbie musste stets ge-trennt von den anderen gefüttert werden, denn ihren Napf verteidigte sie ebenso energisch wie den Platz auf dem Sofa. Dort residierte sie wie auf einem Feldherrenhügel und hielt alle anderen in Schach. Debbie war nicht bissig, aber auch nicht sehr freundlich, hat oft laut ge-schimpft, und hielt sich meistens von der Meute fern. Spaziergänge mit Ortrud fand Debbie richtig gut – am besten zu Zweit und ohne Leine. 
Debbie starb, gerade 15 Jahre alt geworden, nach kurzer, schwerer Krankheit. Den Bauch-raum voller Tumore, wurde Debbie nach mehreren Blutstürzen am 12.05.2016 erlöst. Erst mehrere Wochen nach ihrem Tod wagte es endlich einer der anderen Hunde, sich auf Debbies Platz zu legen.


Dies ist keine Hundegeschichte, sie steht aber stellvertretend

für die vielen armen Hundeseelen in den Tierheimen und

Tötungsstationen überall auf der Welt:

 

DER SEESTERN:

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang

ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne auf-

hob und ins Meer warf.

Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn,

warum er das denn tue. Die Antwort war, daß die gestrandeten

Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier

liegen bleiben.

"Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und Tausende

von Seesternen liegen hier", erwiderte der Alte. "Was macht

es also für einen Unterschied, wenn du dich abmühst?"

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und

warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er:

 

"FÜR DIESEN HIER MACHT ES EINEN UNTERSCHIED!"

 

(gefunden im Internet)


FÜR ALLE, DIE ABSCHIED NEHMEN MUSSTEN.


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